Wie alles begann


Im Januar 2008 begab es sich, dass sich unsere Clique in unserer damaligen Stammkneipe zusammenfand, wobei Matze´s letzter Urlaub nach Südafrika ausgewertet wurde.

In diesem Gespräch äußerte ich mich leichtsinnigerweise dahingehend, dass Südafrika jetzt nicht unbedingt zu meinen Topzielen zählte und ich dann doch eher nach Australien fliegen würde.

Diese Aussage fand dann Matze recht verlockend und wir vereinbarten in einem Jahr diese Tour anzugehen.

Es muss dazu gesagt werden, dass ich mich bis zu diesem Zeitpunkt aus Europa nicht hinausbewegt und das Fliegen bisher nur die Treppe herunter praktiziert hatte. Tja, aus dieser Nummer kam ich wohl nicht mehr raus.

Es begannen Wochen der Vorbereitung mit Streckenplanung, Buchungen, Visa, Reisegepäck, etc.

Daher der Arbeitstitel.

Oussies @ work

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Sonntag, 12. Juni 2016

26.01.09 Tennant Creek - Mount Isa



Da wir nun nicht wussten, wie die Zeiten des Pendelverkehrs geregelt waren und wo genau die Sperrung begann, wollten wir nichts riskieren und fuhren früh    sehr früh los.
 
Kurz nach Tennant Creek kamen wir an die Kreuzung Threeways. Über den weiteren Streckenverlauf müssten wir echt kurz überlegen. Wir hatten schließlich drei Möglichkeiten. Aber zum Glück hatten wir ja Navi. 
Nach gar nicht allzu langer Fahrt kamen wir an ein Roadhouse und die Beschilderung sagte uns, wir haben unser ersten Tagesziel, die Straßensperre, erreicht, und das rechtzeitig, um nicht zu sagen viel zu früh.




Wir hatten gute 5 Stunden totzuschlagen, bis unsere Richtung freigegeben werden würde. Bei doch recht sonnigem Wetter gammelten wir auf dem Parkplatz mal im Auto mal in der Raststätte oder im Freien rum. Es war so spannend, wie die Übertragung der Schachmeisterschaften im Radio. Nach einiger Zeit versuchte mit den einheimischen Tierchen Freundschaft zu schließen. Und je weiter die Zeit voranschritt, umso ungeduldiger wurden wir. 





Und dann war es soweit und der Weg nach Osten öffnete sich. 

Hier konnten wir nun die Folge des Wetters und den Grund unseres unfreiwilligen Aufenthaltes sehen. Die Straße war tatsächlich nur auf einer Spur befahrbar. Als bildlicher Vergleich hatte ich Riesennager vor Augen, die die Fahrbahn auf gesamter Länge angefressen hatten.



 

Zwischendurch mehrten sich die Wasserläufe neben und auf der Straße.




sunshine state... hehe, echt witzig




Auf dem weiteren Weg kurz vor Mount Isa ereilte uns dann noch ein Gewitterschauer. Es goss wie aus Eimern, doch nach ein paar Minuten war alles vorbei. Mein Kommentar dazu: War das alles!? – Nun, vielleicht hätte ich doch mein loses Mundwerk halten sollen.  
 
 




Die Intensität dieses leichten Regenschauers, der einer Klospülung gleich kam, veranlasste uns einen Regengott ins Spiel zu bringen und den nannten wir: Ferguson – in Anlehnung an Al Bundy´s Toilette - bap whoosh.



Kaum im Hotel in Mt. Isa eingecheckt brach das nächste Gewitter über uns herein und hatte zudem noch einen Stromausfall zur Folge.



Aber auch dieses war nicht von langer Dauer. So entschieden wir uns zu abendliche Nahrungsaufnahem das Hotel nochmals zu verlassen. Clevererweise hatten wir den Wagen auf dem Hotelparkplatz abgestellt, der sehr schön etwas unterhalb des Straßenniveaus ringsum betoniert und hochgemauert war. Dieses Bassin bietet bei solchem Platzregen vielfältige Möglichkeiten an und in sein Fahrzeug zu kommen. Das Wasser stand bis zur unteren Türkante des Autos. Einen cm höher und wir hätten ein Schwimmbad im Fahrzeug gehabt. Da bekommt doch der Begriff Poolfahrzeug eine völlig neue Bedeutung. 

Ich war natürlich der Depp der dorthin waten durfte – ich wusste nicht, dass ich eine Kneippkur mitgebucht hatte.

Es folgte eine Rundtour durch die Stadt auf der Suche nach was Essbarem. Doch Fehlanzeige. Der noch immer anhaltende Stromausfall machte uns da einen Strich durch die Rechnung, sicherlich weil die Küche  kalt blieb, aber eher noch, weil wir die Lokale nicht fanden, war ja kaum was von außen erkennbar, ohne Leuchtreklame.


Mount Isa selbst ist eine Bergbaustadt mit bedeuten Erzlagerstätten wie Kupfer, Blei und Zink, und nebenbei fällt wohl auch noch etwas Gold und Silber mit ab.
Sehenswürdigkeiten … naja .. und im Dunkeln schon gar nicht.
 
Also zurück zum Hotel und diesmal ließen wir den Wagen auf der Straße stehen, sodass für den Fall, das Wasser gleich durchrauschen konnte. Mittlerweile war auch der Strom wieder da, sodass wir doch noch zu einem Essen kamen.

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