Da wir nun nicht wussten, wie die Zeiten des Pendelverkehrs
geregelt waren und wo genau die Sperrung begann, wollten wir nichts riskieren
und fuhren früh … sehr früh los.
Kurz nach Tennant Creek kamen wir an die Kreuzung Threeways.
Über den weiteren Streckenverlauf müssten wir echt kurz überlegen. Wir hatten
schließlich drei Möglichkeiten. Aber zum Glück hatten wir ja Navi.
Nach gar
nicht allzu langer Fahrt kamen wir an ein Roadhouse und die Beschilderung sagte
uns, wir haben unser ersten Tagesziel, die Straßensperre, erreicht, und das
rechtzeitig, um nicht zu sagen viel zu früh.
Wir hatten gute 5 Stunden totzuschlagen, bis unsere
Richtung freigegeben werden würde. Bei doch recht sonnigem Wetter gammelten wir
auf dem Parkplatz mal im Auto mal in der Raststätte oder im Freien rum. Es war
so spannend, wie die Übertragung der Schachmeisterschaften im Radio. Nach einiger
Zeit versuchte mit den einheimischen Tierchen Freundschaft zu schließen. Und je
weiter die Zeit voranschritt, umso ungeduldiger wurden wir.
Und dann war es
soweit und der Weg nach Osten öffnete sich.
Hier konnten wir nun die Folge des Wetters und den Grund
unseres unfreiwilligen Aufenthaltes sehen. Die Straße war tatsächlich nur auf
einer Spur befahrbar. Als bildlicher Vergleich hatte ich Riesennager vor Augen,
die die Fahrbahn auf gesamter Länge angefressen hatten.
Zwischendurch mehrten sich die Wasserläufe neben und auf
der Straße.
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| sunshine state... hehe, echt witzig |
Auf dem weiteren Weg kurz vor Mount Isa ereilte uns dann
noch ein Gewitterschauer. Es goss wie aus Eimern, doch nach ein paar Minuten war
alles vorbei. Mein Kommentar dazu: War das alles!? – Nun, vielleicht hätte ich
doch mein loses Mundwerk halten sollen.
Die Intensität dieses leichten Regenschauers, der einer Klospülung
gleich kam, veranlasste uns einen Regengott ins Spiel zu bringen und den
nannten wir: Ferguson – in Anlehnung an Al Bundy´s Toilette - bap whoosh.
Kaum im Hotel in Mt. Isa eingecheckt brach das nächste
Gewitter über uns herein und hatte zudem noch einen Stromausfall zur Folge.
Aber auch
dieses war nicht von langer Dauer. So entschieden wir uns zu abendliche
Nahrungsaufnahem das Hotel nochmals zu verlassen. Clevererweise hatten wir den
Wagen auf dem Hotelparkplatz abgestellt, der sehr schön etwas unterhalb des
Straßenniveaus ringsum betoniert und hochgemauert war. Dieses Bassin bietet bei
solchem Platzregen vielfältige Möglichkeiten an und in sein Fahrzeug zu kommen.
Das Wasser stand bis zur unteren Türkante des Autos. Einen cm höher und wir hätten
ein Schwimmbad im Fahrzeug gehabt. Da bekommt doch der Begriff Poolfahrzeug
eine völlig neue Bedeutung.
Ich war natürlich der Depp der dorthin waten durfte – ich
wusste nicht, dass ich eine Kneippkur mitgebucht hatte.
Es folgte eine Rundtour durch die Stadt auf der Suche
nach was Essbarem. Doch Fehlanzeige. Der noch immer anhaltende Stromausfall machte
uns da einen Strich durch die Rechnung, sicherlich weil die Küche kalt blieb, aber eher noch, weil wir die
Lokale nicht fanden, war ja kaum was von außen erkennbar, ohne Leuchtreklame.
Mount Isa selbst ist eine Bergbaustadt mit bedeuten
Erzlagerstätten wie Kupfer, Blei und Zink, und nebenbei fällt wohl auch noch
etwas Gold und Silber mit ab.
Sehenswürdigkeiten … naja .. und im Dunkeln schon gar
nicht.
Also zurück zum Hotel und diesmal ließen wir den Wagen auf
der Straße stehen, sodass für den Fall, das Wasser gleich durchrauschen konnte.
Mittlerweile war auch der Strom wieder da, sodass wir doch noch zu einem Essen
kamen.
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