Wie alles begann


Im Januar 2008 begab es sich, dass sich unsere Clique in unserer damaligen Stammkneipe zusammenfand, wobei Matze´s letzter Urlaub nach Südafrika ausgewertet wurde.

In diesem Gespräch äußerte ich mich leichtsinnigerweise dahingehend, dass Südafrika jetzt nicht unbedingt zu meinen Topzielen zählte und ich dann doch eher nach Australien fliegen würde.

Diese Aussage fand dann Matze recht verlockend und wir vereinbarten in einem Jahr diese Tour anzugehen.

Es muss dazu gesagt werden, dass ich mich bis zu diesem Zeitpunkt aus Europa nicht hinausbewegt und das Fliegen bisher nur die Treppe herunter praktiziert hatte. Tja, aus dieser Nummer kam ich wohl nicht mehr raus.

Es begannen Wochen der Vorbereitung mit Streckenplanung, Buchungen, Visa, Reisegepäck, etc.

Daher der Arbeitstitel.

Oussies @ work

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Dienstag, 7. Juni 2016

25.01.09 Alice Springs - Tennant Creek





Von Alice Springs führte uns der Stuart Hwy weiter gen Norden. Die Landschaft… naja lässt sich mit fünf Worten beschreiben: schurgerade Straße, roter Dreck, Gestrüpp. 



Rund 100km vor Tennant Creek kamen wir zu den Devil Marbles - riesige Felskugeln unweit des Highways.






Unterwegs hatten wir ersten Kontakt mit dem nassen Element in Form von Wasserlachen auf der Straße.  






Damit wurde uns die Bedeutung des Verkehrsschildes „Floodway“ etwas näher gebracht.
Die Australier bauen für die meisten Wasserläufe keine Brücken, da diese häufig nur in der Regenzeit Wasser führen. Stattdessen stellen sie eines dieser lustigen Schilder auf, meist in Kombination mit einer 2m Messlatte. Das ist durchaus sehr praktisch, denn wenn Wasser auf der Straße steht, kann man entscheiden, ob man mit seinem Gefährt noch durch kann oder doch eher zum absaufen neigt.



Unterwegs hörten wir im Radio, sofern Empfang war, immer wieder etwas von starken 
Regenfällen im Nordosten.





In Tennant Creek wollten wir uns dann doch mal über die aktuelle Verkehrslage etwas informieren, gerade vor dem Hintergrund von Straßensperrungen. So viele Ausweichrouten gab´s  schließlich hier draußen jetzt nicht.

Wir suchten die hiesige Polizeistation auf. Aber leider fanden wir dort niemanden vor- nur eine abgeschlossene Tür, eine Klingel und so etwas wie eine Wechselsprechanlage. Also benutzen wir diese und es ertönte tatsächlich einen menschliche Stimme. 

Wir hatten eigentlich mit so etwas gerechnet wie beim Call Center:
Wenn Sie Verkehrsinformationen brauchen, betätigen die Hupe einmal, 

wenn Sie ihr Wagen im Ansaugtrack eines Roadtrains festhängt, bitte zweimal,

wenn Sie einen unerfreulichen Kontakt mit einem giftigen Tier hatten, drücken Sie panisch die Hupe bis die Batterie leer ist.

Für alles andere fahren sie einfach weiter.


Aber nein… 

Es schien ein wissender Officer hinter dem Fernsprechgerät zu hocken. Wir schilderten unser Problem und der freundliche Herr erzählte uns, dass die von uns gewählte Straße dann doch durch Wasser etwas beschädigt worden war. Diese werde nun nur noch einspurig freigegeben. Vormittags von Ost nach West und nachmittags die Gegenrichtung. 

Leider hat er nicht gesagt, wie lange der Vormittag geht und ab wann der Nachmittag anfängt. 

Wir waren erst einmal froh die leicht krächzende, plärrende Stimme bis dahin verstanden zu haben, und fragten wohl deshalb nicht nochmal nach. 

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