Wie alles begann


Im Januar 2008 begab es sich, dass sich unsere Clique in unserer damaligen Stammkneipe zusammenfand, wobei Matze´s letzter Urlaub nach Südafrika ausgewertet wurde.

In diesem Gespräch äußerte ich mich leichtsinnigerweise dahingehend, dass Südafrika jetzt nicht unbedingt zu meinen Topzielen zählte und ich dann doch eher nach Australien fliegen würde.

Diese Aussage fand dann Matze recht verlockend und wir vereinbarten in einem Jahr diese Tour anzugehen.

Es muss dazu gesagt werden, dass ich mich bis zu diesem Zeitpunkt aus Europa nicht hinausbewegt und das Fliegen bisher nur die Treppe herunter praktiziert hatte. Tja, aus dieser Nummer kam ich wohl nicht mehr raus.

Es begannen Wochen der Vorbereitung mit Streckenplanung, Buchungen, Visa, Reisegepäck, etc.

Daher der Arbeitstitel.

Oussies @ work

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Sonntag, 7. August 2016

10./11.02.09 Sydney – Seoul




Irgendwann abends Ankunft in Incheon/ Seoul. Laut Plan sollten wir hier 20h Aufenthalt haben, aber wir hatten ja noch diese ominöse Hotelbuchung. 
Also ab zum Korean Air Schalter und unser Anliegen vorgetragen … und Zack hatten wir einen Transitaufkleber am Fell und fanden uns am Ausgang wieder, wo der Bus zum Hotel abfuhr – ins Hyatt Regency. 

Wir hatten zwar unser Aufgabegepäck bis Frankfurt durchschleusen lassen, hatten aber vorsorglicherweise die Zahnbürste und 3 Klamotten mit ins Handgepäck genommen.
Beim Einchecken bekamen wir auch noch Essensgutscheine für Abend, Frühstück und Mittag. So kamen wir in den Genuss des Overnightprogrammes der Korean Air und alles im Flugpreis inklusive - dolles Ding. 

Beim Abendessen im Hotel wurden wir von einer Deutschen angesprochen, zwecks Stadtrundgang und der Teilung des Taxigeldes. Der Flughafen liegt ein gute ¾ h   außerhalb Seouls. 

Wir waren am Anfang etwas verhalten, da wir ja nicht wussten, wo in Seoul wir hin wollten und auch unser koreanisch war etwas … weniger vorhanden. Die Frau meinte allerdings, sie wüsste Bescheid. Also gut warum nicht. 

Doch zuvor Barmittel besorgen. Der ATM im Hotel schien geeignet. Bei einem Umrechnungskurs von 1:1800 kam ich mir richtig reich vor, als ich mal eben 100.000Won abhob. 

Wir trafen uns vor dem Hotel und bestiegen den Bus nach Seoul. An der Station YMCA (so hieß das dortige Hotel) stiegen wir aus.



Von dort aus ging es kreuz und quer durch die Stadt – bei lauschigen 7Grad. #
Abseits der Hauptstraße in den kleinen Gassen, sah es schon etwas bedenklich aus, besonders in der Ecke, wo nur Herren in Schwarz versammelt waren. Wir gingen zügig teilnahmslos weiter.   








In einem kleinen Teehaus machten wir eine Pause – es gab u.a. Ingwertee.

Beim Gehen ließ Matze vor lauter Aufregung noch den Rucksack liegen, bemerkte es aber zum Glück noch rechtzeitig.

Uns fiel das Wuhling in der Stadt auf, besonders um diese Uhrzeit (Mitternacht). Der Verkehr, wie bei uns zur Rushhour, ein Unfall auch noch dazwischen und am Straßenrand diverse Imbissstände mit Leckereien, von denen ich gar nicht wissen wollte, was das is(s)t.
Selbst eine Blaskapelle dudelte noch – hatten wahrscheinlich ihr Tagespensum noch nicht zusammen - dazu besoffene Menschen, von denen sich Einzelne noch lautstark äußerten Imbissstände. 

Es war mittlerweile nach 1Uhr und wir wollten langsam zurück. Ein Taxi war die Wahl des Rücktransportes. Angehalten hatten wir schnell eins – waren ja auch genügend da. Wir also rein mit der Ansage „International Airport Incheon“. 

Aber der Fahrer verstand nicht - 10 min Diskussion, der Typ blubberte irgendwas vor sich hin telefonierte mit der Zentrale und fuhr dann endlich los - eines von seinen drei in der Frontscheibe klebenden Navis würde den Weg wohl kennen.

Wenn man in Deutschland den digitalen Gasfuß bemüht um einen gewissen Fahrstil zu beschreiben kommt in Seoul noch die digitale Lenkweise hinzu. Ich saß auf der Rückbank war völlig hin und her gerissen.

Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir das Hotel am Flughafen. Das Taxameter zeigt 46.000 Won, ich gab 50.000. Der Fahrer laberte mich aber weiter zu und wedelte mit einem Zettel herum. Ich brauche keine Quittung, entgegnete ich, aber der Kollege schien sich nicht zu beruhigen, bis der Portier vom Hotel kam und mir erklärte, dass die Mautgebühr über die Brücke zum Flughafen noch nicht in der Rechnung berücksichtig war und er nochmal weitere 8000 Trommelstück haben wollte. Warum hat er denn das nicht gleich gesagt!?!  
Mittlerweile war es 2 Uhr nachts und wir waren reif fürs Bettchen.

Den nächsten Morgen ließen wir entspannt beim Frühstück angehen. Anschließend  verlegen wir unseren Aufenthalt ins Flughafengebäude.


Blick aus unserem Hotel


Mittag typisch koreanisch. Da ich bisher nicht in den Genuss der koreanischen Küche gekommen war, suchte ich recht unbedarft aus dem Angebot aus. Ich ließ mich auch von dem Zusatz „spicy“ nicht beirren und bestellt. 

Wow … h...h...h… das war ne Packung. Es kam doch die eine oder andere Freudenträne, bei seehr gesunder Gesichtsfarbe für dieses bekömmliche Mahl. 

Gegen 14 Uhr ging dann unser Flieger nach Frankfurt und nach nur 11h Flugzeit erreichten wir wieder deutschen Boden.



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