Irgendwann abends Ankunft in Incheon/ Seoul. Laut Plan sollten
wir hier 20h Aufenthalt haben, aber wir hatten ja noch diese ominöse
Hotelbuchung.
Also ab zum Korean Air Schalter und unser Anliegen vorgetragen …
und Zack hatten wir einen Transitaufkleber am Fell und fanden uns am Ausgang
wieder, wo der Bus zum Hotel abfuhr – ins Hyatt Regency.
Wir hatten zwar unser Aufgabegepäck bis Frankfurt
durchschleusen lassen, hatten aber vorsorglicherweise die Zahnbürste und 3
Klamotten mit ins Handgepäck genommen.
Beim Einchecken bekamen wir auch noch Essensgutscheine
für Abend, Frühstück und Mittag. So kamen wir in den Genuss des
Overnightprogrammes der Korean Air und alles im Flugpreis inklusive - dolles
Ding.
Beim Abendessen im Hotel wurden wir von einer Deutschen angesprochen,
zwecks Stadtrundgang und der Teilung des Taxigeldes. Der Flughafen liegt ein
gute ¾ h außerhalb Seouls.
Wir waren am Anfang etwas verhalten, da wir ja nicht
wussten, wo in Seoul wir hin wollten und auch unser koreanisch war etwas …
weniger vorhanden. Die Frau meinte allerdings, sie wüsste Bescheid. Also gut
warum nicht.
Doch zuvor Barmittel besorgen. Der ATM im Hotel schien
geeignet. Bei einem Umrechnungskurs von 1:1800 kam ich mir richtig reich vor,
als ich mal eben 100.000Won abhob.
Wir trafen uns vor dem Hotel und bestiegen den Bus nach
Seoul. An der Station YMCA (so hieß das dortige Hotel) stiegen wir aus.
Von dort aus ging es kreuz und quer durch die Stadt – bei
lauschigen 7Grad. #
Abseits der Hauptstraße in den kleinen Gassen, sah es
schon etwas bedenklich aus, besonders in der Ecke, wo nur Herren in Schwarz
versammelt waren. Wir gingen zügig teilnahmslos weiter.
In einem kleinen Teehaus machten wir eine Pause – es gab
u.a. Ingwertee.
Beim Gehen ließ Matze vor lauter Aufregung noch den
Rucksack liegen, bemerkte es aber zum Glück noch rechtzeitig.
Uns fiel das Wuhling in der Stadt auf, besonders um diese
Uhrzeit (Mitternacht). Der Verkehr, wie bei uns zur Rushhour, ein Unfall auch
noch dazwischen und am Straßenrand diverse Imbissstände mit Leckereien, von
denen ich gar nicht wissen wollte, was das is(s)t.
Selbst eine Blaskapelle dudelte noch – hatten
wahrscheinlich ihr Tagespensum noch nicht zusammen - dazu besoffene Menschen, von
denen sich Einzelne noch lautstark äußerten Imbissstände.
Es war mittlerweile nach 1Uhr und wir wollten langsam
zurück. Ein Taxi war die Wahl des Rücktransportes. Angehalten hatten wir
schnell eins – waren ja auch genügend da. Wir also rein mit der Ansage „International
Airport Incheon“.
Aber der Fahrer verstand nicht - 10 min Diskussion, der
Typ blubberte irgendwas vor sich hin telefonierte mit der Zentrale und fuhr
dann endlich los - eines von seinen drei in der Frontscheibe klebenden Navis
würde den Weg wohl kennen.
Wenn man in Deutschland den digitalen Gasfuß bemüht um
einen gewissen Fahrstil zu beschreiben kommt in Seoul noch die digitale
Lenkweise hinzu. Ich saß auf der Rückbank war völlig hin und her gerissen.
Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir das Hotel am
Flughafen. Das Taxameter zeigt 46.000 Won, ich gab 50.000. Der Fahrer laberte
mich aber weiter zu und wedelte mit einem Zettel herum. Ich brauche keine
Quittung, entgegnete ich, aber der Kollege schien sich nicht zu beruhigen, bis
der Portier vom Hotel kam und mir erklärte, dass die Mautgebühr über die Brücke
zum Flughafen noch nicht in der Rechnung berücksichtig war und er nochmal
weitere 8000 Trommelstück haben wollte. Warum hat er denn das nicht gleich
gesagt!?!
Mittlerweile war es 2 Uhr nachts und wir waren reif fürs
Bettchen.
Den nächsten Morgen ließen wir entspannt beim Frühstück
angehen. Anschließend verlegen wir
unseren Aufenthalt ins Flughafengebäude.
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| Blick aus unserem Hotel |
Mittag typisch koreanisch. Da ich bisher nicht in den
Genuss der koreanischen Küche gekommen war, suchte ich recht unbedarft aus dem
Angebot aus. Ich ließ mich auch von dem Zusatz „spicy“ nicht beirren und
bestellt.
Wow … h...h...h… das war ne Packung. Es kam doch die eine oder andere
Freudenträne, bei seehr gesunder Gesichtsfarbe für dieses bekömmliche Mahl.
Gegen 14 Uhr ging dann unser Flieger nach Frankfurt und
nach nur 11h Flugzeit erreichten wir wieder deutschen Boden.
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